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19.01.2009
Äußerungen Erdogans zu Israel inakzeptabel
Als völlig inakzeptabel hat der Bundesvorstand der Wählervereinigung
BÜRGER IN WUT (BIW) jüngste Äußerungen des türkischen
Ministerpräsidenten Recep T. Erdogan zum Konflikt im Nahen Osten
bezeichnet. Mit Blick auf das militärische Vorgehen der israelischen
Streitkräfte gegen die terroristische Hamas im Gaza-Streifen hat
Erdogan am vergangenen Freitag gefordert, Israel aus der UNO
auszuschließen.
Bereits wenige Tage zuvor hatte der türkische
Ministerpräsident in einem Interview mit dem arabischen Fernsehsender
al-Dschasira die Regierung in Jerusalem scharf angegriffen und erklärt,
„Allah“ werde Israel für seine Militäroperation „bestrafen“. Die
„unmenschlichen Handlungen“ Israels so Erdogan weiter, würden zur
„Selbstzerstörung“ des jüdischen Staates führen.
Dazu Jan Timke, Vorsitzender der BIW und Mitglied der Bremischen Bürgerschaft: „Die
deutlich antisemitisch unterfütterte Hetze Ankaras gegen den Staat
Israel ist unerträglich. Mit seinen Äußerungen hat der türkische
Ministerpräsident Erdogan einmal mehr sein wahres politisches Gesicht
gezeigt. Im Westen wird leider immer wieder vergessen, daß Erdogan bis
Ende der neunziger Jahre ein treuer Gefolgsmann der türkischen
Islamisten Necmettin Erbakan und hoher Funktionär in verschiedenen
islamistischen Parteien war. 1999 vollzog Erdogan dann scheinbar eine
überraschende Kehrtwende. In Wahrheit hat sich aber nicht etwa die
ideologische Gesinnung Erdogans geändert, sondern nur der Weg, auf dem
er seine politischen Ziele zu erreichen versucht.“
Nach
Auffassung der BIW muß der Westen endlich begreifen, daß es Erdogan und
seiner AKP nicht um eine Demokratisierung der Türkei, sondern eine
Re-Islamisierung des Landes geht. Das zeigen auch die innenpolitischen
Entwicklungen in der Türkei mit aller Deutlichkeit. Die Demokratie und
der angestrebte EU-Beitritt dienen Erdogan nur als Vehikel, um die
Islamisierung der Türkei voranzutreiben. Vor allem das türkische
Militär, das als Wächter des Erbes von Staatsgründer Mustafa Kemal
Atatürk für eine streng säkulare Türkei steht, soll kaltgestellt
werden.
Hat Erdogans AKP den Islam in der Türkei als neue
Staatsdoktrin erst einmal verankert, wird diese Politreligion nach
einem EU-Beitritt des Landes über die millionenfache Zuwanderung
türkischer Migranten ihren Siegeszug in ganz Europa fortsetzen. Dadurch
würde sich das Antlitz des alten Kontinents mit seiner über
Jahrtausende geprägten christlich-jüdisch Kulturgeschichte binnen
weniger Jahrzehnte grundlegend verändern. Die sprunghaft steigende Zahl
überdimensionierter Moscheebauten vor allem in deutschen Großstädten,
die maßgeblich von der staatlich-türkischen Religionsanstalt DITIB
finanziert werden, geben einen Vorgeschmack auf die mögliche Zukunft
Europas. Erste Opfer dieser Entwicklung werden Menschen jüdischen
Glaubens sein. Sie sehen sich nicht erst seit dem jüngsten
Nahost-Konflikt in vielen EU-Staaten einem wachsenden islamischen
Antisemitismus ausgesetzt.
„Wann
werden die Verantwortlichen in Europa aufwachen? Was muß eigentlich
noch geschehen, damit Brüssel die Verhandlungen mit der Türkei über
einen EU-Beitritt des kleinasiatischen Landes endlich abbricht? Doch
daran denken die europäischen Eliten nicht. Sie halten stur an ihrem
Plan fest, die Türkei in die Union aufzunehmen. Dafür sind vor allem
wirtschaftliche Motive ausschlaggebend. Deshalb schweigt man zu den
jüngsten Ausfällen der türkischen Führung gegen Israel. Deshalb nimmt
man es hin, wenn auf Europas Straßen Sympathisanten der
radikal-islamischen Hamas auch unter türkischen Flaggen Parolen wie
‚Tod den Juden’ oder ‚Juden ins Gas’ skandieren. Und das knapp 65
Jahre nach der Befreiung von Auschwitz. Brüssel ist dabei, mit der
EU-Aufnahme der Türkei die Seele Europas zu verkaufen. Gegen den
Mehrheitswillen der europäischen Völker. Dem müssen alle bürgerlichen
Demokraten in Europa entschiedenen Widerstand entgegensetzen“, so Jan Timke.
Die
aggressive Rhetorik Ankaras gegen den Staat Israel und das jüdische
Volk sind für die BÜRGER IN WUT eine zusätzliche Motivation, ihren
politischen Kampf gegen einen EU-Beitritt der Türkei engagiert
fortzusetzen.
Pressemitteilung 02/2009
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